Kalender
Bornholm II
Lageplan
Speiches R&B
Lageplan
Feste & Feiern
Vermietung
Die Musiker
Das Garbáty
Der Veranstalter

Von 1999 bis 2010 gab es in Pankow mit dem Café Garbáty ein mittlerweile legendäres Kultur-Café in der Breiten Straße nahe des Dorfangers und nahe der Kirche, in einer der beiden gründerzeitlichen Vorstadtvillen, die dereinst Teil das Kreiskulturhauses war.

1997 wurde das Garbáty-Projekt begonnen aufgrund einer Vergabe an den späteren Betreiber. Silvester 1999 war die Vor-Eröffnung; das Café Garbáty fand alsbald großen Zuspruch bei den Pankowern wie bei der offiziellen Politik - letzteres schon wegen des jüdischen Namens. Infolge dieser individuellen Initiative wurde sogar der Bahnhofsvorplatz nach dem jüdischen Unternehmer Garbáty benannt, es ergaben sich zudem freundschaftliche Kontakte des Projekt-Betreibers zu den Erben Josef Garbátys.

Das nützte aber Mitte der 2000er Jahre nichts. Denn der Wert der Immobilie war nicht zuletzt durch das Garbáty-Projekt gestiegen, und der Alt-Stadtbezirk Panow war mittlerweile von den PDSlern des Prenzlauer Bergs übernommen worden. Die hatten nun “Kultur”-“Privatisierungs”-Ideen, auf die nicht einmal die Pankower CDUhus gekommen waren: Westdeutsche Tänzerinnen... Denn ob Ost oder West - es ist völlig egal, solange die (zukünftigen) Eigentümer aus dem Westen kommen.

Aus heiterem Himmel wurde nun vom Stadtbezirk, also vom Bürgermeister und Westtänzerinnen-Liebhaber eine Steuerschuld von 18.000 DM erfunden, dann noch dieses und jenes. Ein sogenanntes Vergabe-Verfahren für das Nachbargebäude, das bis 1990 ebenfalls zum legendären Kreiskulturhaus “Erich Weinert” gehört hatte und seit den 1990ern das Pankower Kulturhaus war, wurde fingiert zu dem Zweck, es scheitern zu lassen, daß die Vergabe letztlich an die vorbestimmten Tänzerinnen erfolgte, die zu diesem Zweck gar nicht erst an dem Teilnahmeverfahren teilgenommen hatten. Das sie dann wie das Kaninchen aus dem Zylinder gezogen wurden, um den Zuschlag, Erbauvertrag und Lotto-Millionen zugeschanzt zu bekommen.  Das Ganze endete in Kündigung, Klage usw. für den Garbáty-Betreiber.

Es versteht sich (fast schon) von selbst, daß diese Art Vergabe, für den Betreiber des Cafés Garbáty die totale Enteignung bedeutete. Aber nicht nur das: Jahrelanges Prozessieren, Kosten, Kosten Kosten, Unsicherheit, Entzug der Konzession kurz und schlecht: UNRECHT. Das in keiner BVV, in keinem lokalen, regionalen oder Großmedium jemals adäquat verhandelt wurde. Und auch zukünftig nicht werden wird.